TTVN Race beim ESV WF TT

von Dominic Neumann

Am 03.08.2026 um 19 Uhr fand zum ersten Mal ein TTVN Race beim ESV Wolfenbüttel im Erwachsenenspielbetrieb statt. Ich wollte, nachdem ich bereits einige Erfahrungen als Gast bei anderen Races in der Region gesammelt habe, einmal ausprobieren, wie die Ausrichtung selbst abläuft. Der erste Termin am 20.06.2026 kam leider aufgrund der Hitze und konkurrierender Turniere mangels ausreichend Teilnehmern nicht zustande. Daher wagten wir einen zweiten Anlauf an einem nahezu „konkurrenzfreien“ Montag. Durch die Feriensituation war es uns hier auch möglich, die Halle an einem zusätzlichen Tag zu beziehen. 

Die Turnierserie TTVN-Race ist eine sich jährlich wiederholende Einzelturnierserie, bei der bis zu 16 Spieler in 6 Runden bunt gemischt, aber nach Leistungsniveau sortiert gegeneinander antreten. Die Anzahl der Teilnehmer richtet sich hier nach den aufgebauten Tischen. Aufgrund der Größe unserer Halle und den Vorgaben, wie groß eine Spielbox zu sein hat, sind wir leider mit 6 Tischen auf 12 bzw. maximal 13 Teilnehmer (mit Freilos) begrenzt. Leider, weil hierdurch auch der größtmögliche Erlös für den Verein durch die festgelegten Startgelder nicht realisiert werden kann. Für Ausrichter wird zum einen durch die finanzielle Beteiligung die Attraktivität gegeben, Turniere auszurichten. Zusätzlich belohnt der Verband die Vereine mit den meisten ausgerichteten Races mit Sach- und Geldpreisen. Der Verein mit den meisten durchgeführten Races darf sich auf einen brandneuen Spieltisch freuen. In Anbetracht von Stand heute 465 Races für die Saison 2026 im TTVN ist dieses Ziel für unseren Verein jedoch zu vernachlässigen.

Das Teilnehmerfeld war mit einem durchschnittlichen QTTR-Wert von 1459 im mittleren bis hohen Niveau einzuordnen. Dies garantierte an Tisch 1 und 2 stets spannende und eindrucksvolle Spiele auf einem hohen Niveau. Aber auch an den anderen Tischen waren aufgrund der TTR-Relevanz des Turniers nie langweilige Partien zu sehen. Sieger des Turniers war mit nur einem abgegebenen Satz Thomas Klein vom TSV Rüningen. 

Der Turniertag hatte auch noch zwei kleine Überraschungen parat. So kam es ungeplant dazu, dass ich als Teilnehmer aufgrund einer kurzfristigen Absage während des Aufbaus doch noch ins Turnier gewechselt bin, um den Spielern einen Abend ohne Freilose zu ermöglichen. Die zweite Überraschung war auf der technischen Seite, vermutlich provoziert durch meinen Übermut und die Ambitionen, eine bestmögliche technische Umsetzung der Partien mit Ergebnisdarstellung auf einem zusätzlichen Monitor für die Teilnehmenden zu ermöglichen. Dass dadurch mein Rechner in Probleme geriet und ich kurzzeitig dadurch stärker ins Schwitzen gekommen bin als beim Training an einem heißen Sommerabend in unserer Halle, möchte ich in Zukunft vermeiden. Glücklicherweise ließ sich dieses Problem zwar zeitaufwändig, aber relativ gut lösen, sodass keine Daten der vorherigen Runden verloren gegangen sind und die Teilnehmenden „nur“ eine etwas verlängerte Pause zwischen zwei Runden hatten. 

Kurz zur technischen Seite: Die Races werden nicht via nuScore, unserer App für den Ligenbetrieb, aufgenommen, sondern mithilfe der MKTT-Turniersoftware durchgeführt. Dies erforderte eine Einarbeitung mit zwei Anleitungen, um auch die Schnittstelle auf Click-TT vor und nach dem Turnier bedienen zu können. Die MKTT-Software übernimmt die Auslosung der Spielrunden nach den vorgegebenen Kriterien. So finden alle Races nach der gleichen Berechnung statt. Vorteil ist, ausgenommen von den ersten beiden Runden, stets ein Gegner im ähnlichen Leistungsniveau. Durch meine eigenen Teilnahmen an Races kann ich das bestätigen und auch die Durchführung bei einem eigenen Race ist nun geübt.

Als Fazit kann man von einem gelungenen Abend und zufriedenen Gästen sprechen. Neben den Einnahmen durch die Startgelder konnten wir auch noch einen kleinen Betrag in unserem Spendensparschwein, das im Gegenzug für Getränke gefüllt wurde, verzeichnen. Diese Möglichkeit der zusätzlichen Einnahmen sollten wir für uns nutzen, um unsere angespannte finanzielle Lage in den Griff zu bekommen und anderen Finanzierungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Beitragserhöhungen aus dem Weg zu gehen. Letzten Endes liegt hier förmlich Geld auf der Straße, man muss es nur in Form von Engagement aufheben und kann es dann beispielsweise für Bälle etc. nutzen. Selbstverständlich spielt hier auch die Hallenverfügbarkeit mit rein und während des Ligenbetriebs ist eine Nutzung für solche Zwecke nahezu unmöglich. Allerdings bieten die Ferien vielleicht eine Möglichkeit, die Halle montags für solche Events zu nutzen. So gibt es weder mit unseren Trainingszeiten noch den konkurrierenden

Turnieren einen Konflikt.

Ein ganz großer Dank geht hier von meiner Seite aus an unseren Materialwart Alexander Bültemann, der nicht nur den Getränke- und Geräteschrank betreut 😉 sondern sich um die Belange der Teilnehmenden gekümmert hat als ich selbst am Tisch stand, Netze auf die richtige Höhe eingestellt sowie die Spieltische mit aufgebaut und nahezu komplett alleine abgebaut hat, ohne überhaupt selbst einen einzigen Ball beim Turnier zu spielen! Das ist eine Hilfe, die mit keinerlei Gegenleistung aufgewogen werden konnte. Vielen Dank dafür!

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